An ihrem Treffen vom 19. August 2014 folgten die Mitglieder der

Regionalgruppe Fünfländerblick der Einladung von Andy Deschwanden in sein Unternehmen Ampack AG in Rorschach und widmeten sich dem Thema Generationenwechsel.

 

Andy Deschwanden berichtete sehr detailliert, über seine eigenen Erfahrungen und darüber, was er gemeinsam mit seinem Sohn für die nächsten sechs bis acht Jahre geplant hat. Es war sehr bereichernd, wie ehrlich und authentisch der Firmeninhaber sein Szenario präsentierte.

Hier einige daraus entstandenen Gedanken, was die Unternehmenskultur mit dem Generationenwechsel zu tun hat.

Die weitverbreitetste Definition für Unternehmenskultur stammt vom amerikanischen Wissenschaftler Edgar Schein und besagt: „Unternehmenskultur ist die Art und Weise, wie wir die Dinge hier im Unternehmen machen". Diese „keep it short & simple"-Betrachtung, bringt es auf den Punkt. Jede Handlung im Unternehmen, ist geprägt von der Unternehmenskultur.

Was hat die Unternehmenskultur mit einem Generationenwechsel zu tun, ausser das „der Neue" zu dieser Kultur passen und diese in einem positiven Sinne weiter führen sollte? Es ist die Haltung, denn sie bestimmt die Handlung, und diese prägt das Prozedere der Übergabe an die nächste Generation. Bestenfalls wird ein vorausschauender Unternehmer rechtzeitig das Zepter weiter geben. Idealerweise ist ein klares Drehbuch für die Nachfolge und das wirtschaftliche Modell der Übernahme konkret ausformuliert.

Für den Junior steht ein klares Einstiegskonzept und entsprechend Zeit zur Verfügung. Die Herausforderungen, die durch die Umsetzung neuer Ideen oder mit der Einführung eines neuen Führungsstils auftreten, werden realistisch eingeschätzt. Die Ziele werden deutlich an alle Mitarbeitenden kommuniziert. Durch Glaubwürdigkeit in Wort und Tat wird das Vertrauen der Teams gewonnen und die angestrebte Unternehmenskultur zur Realität.

Weitere interessante Fragen könnten sein:

  • Wie binde ich die Führungskräfte in die Überlegungen ein und schaffe somit eine ausgewogene Mitarbeiterstruktur?
  • Erreicht meine interne Kommunikationsstruktur alle Mitarbeitenden und schafft somit Transparenz?
  • Wie erfolgreich ist das Unternehmen momentan am Markt?
  • Welche Elemente der Unternehmenskultur tragen wesentlich zu diesem Erfolg bei?
  • Welche äusseren Einflüsse können diesen Erfolg gefährden?
  • Wie ist die Unternehmenskultur für die Zukunft darauf ausgerichtet?
  • In welchen Bereichen sollte das Unternehmen in Zukunft dazu lernen?

Es gibt sicher noch einige zusätzliche Fragestellungen und sehr viele Details, die es zu beachten gilt.

Doch aus der Vogelperspektive betrachtet, steht und fällt alles mit den Menschen, die das Projekt „Nachfolge" umsetzen.

Fazit:

  • Eine gute Vorbereitung auf der sachlichen, menschlichen, wie auch der wirtschaftlichen Ebene ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Übernahme.
  • Wieder einmal ein Treffen der Regionalgruppe, das zum Nachdenken oder noch besser zum Vordenken angeregt hat.

In diesem Sinne freuen sich die Regionbalgruppen-Mitglieder auf den Montag, 15. September 2014. Wir treffen uns um 17.30 Uhr im Lilienberg Unternehmerforum in Ermatingen zum jährlichen Gesamtring.

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